Girlsday 2017 bei Brugger

Girlsday 2017
Einblicke in einen technischen Beruf bekommen, selbst Hand anlegen und am Ende ein eigenständig gefertigtes Spiel mit nach Hause nehmen:  Beim Girlsday bei Brugger war all dies möglich.
Ein Knopfdruck genügt und die CNC-Fräsmaschine setzt sich eindrucksvoll in Bewegung – mit einer ungeheuren Präzision fräst sie kleine Taschen aus der Kunststoffplatte. Direkt daneben stehen zwei der insgesamt vier Mädchen, die diesen Tag nutzen, um beim Magnetespezialisten hinter die Kulissen zu schauen. „Das ist unser Herzstück beim Werkzeugbau“, erklärt Michael Fichter die Bedeutung der Maschine und beschreibt ihre Funktionsweise. Der gelernte Werkzeugmechaniker steht an diesem Tag gemeinsam mit seiner Kollegin Janet Matosoglu den Sechst- und Siebtklässlerinnen Rede und Antwort – schließlich will man ihre Begeisterung für den Beruf den Schülerinnen näherbringen. Wie das am besten gelingt? Natürlich, in dem man die jungen Gäste selbst aktiv werden lässt. So steht beim Brugger-Girlsday, der bereits zum sechsten Mal stattfindet, neben der Betriebsbesichtigung vor allem die Herstellung eines Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiels im Mittelpunkt. Die zuvor ausgefrästen Taschen der Kunststoffplatte bilden dabei die Grundlage für das Spielfeld. Doch das ist noch lange nicht alles. „Wir bearbeiten an der Werkbank mit Feile und Säge die Kanten“, erklärt Werkzeugmechanikerin Matosoglu. In die Taschen, die nach fünf Minuten zunächst grob von der CNC-Maschine ausgefräst wurden, werden anschließend farbige Metallplättchen eingefasst. Die Kernkompetenz des Unternehmens darf aber natürlich nicht fehlen – so komplettieren magnetische Figuren das Spiel. Als Krönung werden die Platten auch noch personalisiert: Eine Gravur des Namens macht das Spiel zu einem wahren Unikat.

Doch was sollten die die Schülerinnen der Realschule und des Gymnasiums in Schramberg sowie der Gesamtschule Dunningen an diesem Tag vor allem mitnehmen? „Wir wollen ihnen Einblicke in den Magnetismus und die Montagearbeit geben“, so die beiden Werkzeugmechaniker. Dazu gehören auch Handfestigkeit, räumliches Denken, Zeichnungslesen und technisches Verständnis. Eins war deshalb nach dem ereignisreichen Tag bei Brugger Magnetsysteme klar: Der abwechslungsreiche Beruf konnte mit all seinen Facetten erfolgreich präsentiert werden.